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Eine Demonstration für die 43 verschwundenen Studenten

Hintergrund in Mexiko

Gewalt ist omnipräsent in Mexiko. Der Drogenkrieg hat bisher viele Leben gefordert. Zahlreiche staatliche Sicherheitskräfte machen sich schwerer Menschenrechtsverletzungen schuldig, unter anderem der Folter und dem erzwungenem Verschwindenlassen. Die genauen Opferzahlen bleiben unbekannt. Zudem liegen Drohungen, illegale Vertreibungen, Vergewaltigungen und Entführungen an der Tagesordnung.

Eine weitere Streitfrage in Mexiko dreht sich um den Bau von Grossprojekten. Unrechtmässige Landenteignung, Zerstörung von Plantagen und verschmutztes Wasser sind mögliche Folgen dieser Vorhaben. Am meisten leiden darunter kleine Dorfgemeinschaften, deren Lebensgrundlage durch die grossen Bauten zunehmend schwindet. Ihre Forderungen werden missachtet und ihr rechtmässiger Widerstand kriminalisiert.

Der Begleitschutz von PBI ist von zentraler Bedeutung, um den MRVs ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten.

PBI in Mexiko

Seit dem Jahr 2000 begleitet PBI bedrohte Personen und Organisationen in Mexiko, die sich für Frieden und Menschenrechte, gegen Straflosigkeit und für den Schutz der Umwelt einsetzen. Bis 2012 war PBI mit einem Team im Bundesstaat Guerrero präsent und verfolgt die Menschenrechtssituation dort weiterhin von Mexiko-Stadt aus. Seit 2008 arbeitet ein Team im Bundesstaat Oaxaca, der einen hohen Anteil an indigener Bevölkerung aufweist und wo aufgrund der ergiebigen natürlichen Ressourcen zahlreiche Megaprojekte geplant oder ausgeführt werden. Seit 2013 hat PBI zudem ein Büro in Chihuahua, im Norden Mexikos, eröffnet, wo der Schwerpunkt vor allem auf Militarisierung, Migration und Verschwindenlassen liegt.

Das Projekt im Überblick

Arbeitsschwerpunkte

  • Straflosigkeit und Zugang zu Rechtssprechung
  • Militarisierung
  • Rechte der indigenen Gemeinschaften
  • Natürliche Ressourcen und Megaprojekte
  • Rechte für MigrantInnen

Peace Brigades International
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