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Hintergrund in Guatemala

1996 unterzeichneten die guatemaltekische Regierung und Guerillagruppen nach 36 Jahren Bürgerkrieg ein Friedensabkommen. Seither hat sich die Situation für die Zivilbevölkerung und die MenschenrechtsverteidigerInnen jedoch nur wenig verbessert. Gewalt, Kriminalität und Repression liegen noch immer an der Tagesordnung. Land- und UmweltaktivistInnen sind besonders häufig Angriffen, Bedrohungen und Diffamierungen ausgesetzt. Zudem ist die Straflosigkeit weit verbreitet. Es wird geschätzt, dass Täter nur in 2% aller Tötungsdelikten zur Rechenschaft gezogen werden. Seit Jahrzehnten wandern viele Guatemalteken aus, um der hohen Armut zu entfliehen, welche vor allem marginalisierte Randgruppen, wie beispielsweise indigene Völker oder die LGTBI-Gemeinschaft, trifft. Der Friedensvertrag von 1996 weckte Hoffnungen auf eine sicherere und friedlichere Zukunft, jedoch zeigt sich heute, dass wenige Vorschritte erzielt wurden und der Begleitschutz von PBI noch immer essentiell ist.

PBI in Guatemala

Von 1983 bis 1999 begleiteten über 400 PBI-Freiwillige bedrohte Mitglieder der entstehenden guatemaltekischen Zivilgesellschaft, Personen aus Organisationen, die sich für Frieden, Menschen- und Landrechte einsetzten, AugenzeugInnen von Menschenrechtsverletzungen, AnwältInnen, Gewerkschaftsmitglieder, heimkehrende Flüchtlinge und indigene Dorfgemeinschaften.

2003 kehrte PBI aufgrund zahlreicher Anfragen nach Guatemala zurück, nachdem der Friedensprozess ins Stocken geraten war und sich die Situation der MenschenrechtsverteidigerInnen erneut verschlechtert hatte.

Das Projekt im Überblick

Arbeitsschwerpunkte

  • Straflosigkeit und Zugang zu Rechtssprechung
  • Landkonflikte
  • Globalisierung und Menschenrechte

Peace Brigades International
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